5. Wissenschaftliche Forschung : 5.4 Nutzung des Lebensraumes : ÜBERWACHUNGSVERFAHREN
Radio-Peilung :
Die Radio-Peilung oder Radiotelemetrie ist ein Verfahren, das die Erfassung und Ortung eines Tieres, das einen VHF-Sender trägt, aus der Ferne ermöglicht. Der Empfänger erlaubt zum einen die Identifizierung des Tieres ausgehend von dessen Funksendefrequenz und zum anderen dessen Ortung durch eine Dreiecksaufnahme (mit Hilfe einer Richtantenne und eines Kompasses). Bei diesem Verfahren ist die Anwesenheit eines Operators vor Ort erforderlich. Die zu erwartende Lokalisierungspräzision liegt in der Regel über 100 m.
GPS :
Die GPS-Halsbänder (Global Position System) funktionieren unabhängig, d.h. der GPS-Empfänger empfängt die Signale von der Konstellation der GPS-Satelliten für die eigene Ortung durch Triangulation. Zu einer für die Studie bestimmten Zeit werden die Ortungsdaten (x,y,z) aufgezeichnet und im Mikroprozessor des GPS-Halsbandes gespeichert, mit sonstigen Informationen wie Datum und Uhrzeit. Die Informationen werden gelesen, sobald das Band wiedergefunden wird (Selbstabwurfsystem), oder über eine Trägerwelle (der Empfänger ist gleichzeitig auch das Datenaufzeichnungsgerät) oder per SMS (über das Mobiltelefonnetz). Mehr erfahren
Fotounterschrift : erste Hirschkuh mit einem GPS-Halsband in Belgien (Saint- Hubert 2000) Foto: Gérard Jadoul
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