5. Wissenschaftliche Forschung : 5.4 Nutzung des Lebensraumes : KENNZEICHNUNGEN

Fernbetäubung :
Das Wild wird aus der Ferne mit einem hypodermichsen Gewehr betäubt. Diese Fangmethode erfordert das Annähern an die Tiere bis auf einen kurzen Abstand (20 bis 30 m). Wenn der Schuss gelungen ist, schläft das Tier innerhalb von einigen Minuten ein. Es wird markiert und anschließend mit einem Gegenmittel geweckt. Wie bei den übrigen Fangverfahren muss dabei ein Tierarzt anwesend sein.
Bildunterschrift : westlicher Hertogenwald: erstes GPS-Band, von Prof. Marc Balligand an einer eingeschläferten Ricke angebracht
Netzfang :
Die Operation besteht darin, das Wild mit Hilfe senkrechter Netze („Jagdtücher oder –garne“) zu fangen. Dazu wird im Vorfeld ein bestimmter Bereich mit weißen und roten Fähnchen, die an Seilen befestigt sind, eingefriedet, um die Tiere in diesem Bereich festzuhalten. Die Tiere werden verfolgt und zu den Netzen getrieben, wo sie gefangen und gehalten werden, bis sie markiert sind. Anschließend werden sie außerhalb des einfriedeten Bereichs freigelassen. Das Verfahren betrifft im wesentlichen Hirsche und Rehe, doch häufig gehen auch Wildschweine ins Netz.
Fangen der Wildschweine :
Wildschweine lassen sich leichter mit Hilfe einer Falle mit Klappe als mit den obenerwähnten Methoden fangen. Die Falle wird durch die tägliche Maisration verlockend gemacht. Wenn die Falle sehr häufig besucht wird, wird sie „aktiviert“, und zwar mit einem Auslöser des Typs („Saint-Hubert"). Die Klappe schließt sich automatisch beim nächsten Besuch. Wenn die Wildschweine in der Falle sitzen, werden sie beringt und freigelassen. Die größten Tiere werden mit Funkhalsbändern oder GPS-Halsbändern versehen.
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