Königliche Jagdreviere

   
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4. Wildbewirtschaftung : 4.2 Verwaltung des Lebensraumes : Ruhe

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Der Hirsch reagiert besonders empfindlich auf Störungen aller Art. In den ausgedehnten Waldgebieten der Ardennen, wo der menschliche Druck verhältnismäßig schwach ist und wo die Tiere wegen der häufigen Besuche im Wald zu einem Leben im Schutze der Dämmerung und der Nacht gezwungen sind, benötigen die Tiere vor allem viel Ruhe, nämlich die Freiheit, stets zu Äsungsflächen zu gehen und diese wieder zu verlassen, ganz nach ihrem jeweiligen Bedarf. Die Ruhe im Wald ist ein wesentlicher Faktore der weidmännischen Verwaltung in den wallonischen Wäldern.

Die geographische Lage der Königlichen Jagdreviere ist zieht den Fremdenverkehr stärker als die übrigen Ardenner Waldgebiete an. Das Hohe Venn, eine Bastion des Fremdenverkehrs im Herzen der Euregio Lüttich – Maastricht – Aachen und das bekannte Waldgebiet von Saint-Hubert, an der Eingangspforte der Ardennen, wenn man von Brüssel kommt, sind in der Tat Publikumsmagnete.

Im Rahmen der Aufgaben, die den Königlichen Jagdrevieren obliegen, muss der zunehmenden Nachfrage nach naturverbundenem Fremdenverkehr entsprochen und gleichzeitig die Grundbedürfnisse des Wildes erfüllt werden. Es geht folglich nicht allein um die Aufnahme von Besuchern allein, sondern darum, sie auch zu informieren und auf wichtige Dinge hinzuweisen.

Neben der Ausschilderung von Wegen greifen die Verwalter auf Aufnahmeinfrastrukturen zurück, die zur „Kanalisierung“ der Besucher dienen sollen. Ohne den Zutritt verbieten zu wollen (außer zu bestimmten wichtigen Zeiten und Orten für die Tiere), ermöglicht diese Art der Aufnahme und Information eine positive Erfüllung der Erwartungen der Besucher sowie den gleichzeitigen Schutz der Rückzugsgebiete der Tiere.

Während der Fortpflanzungszeit des Hirsches in Saint-Michel Freyr (zweite Septemberhälfte) werden bestimmte Abschnitte des Waldes gesperrt. Besuche werden jedoch immer noch vom Regionalen Zentrum für die Einführung in die Umwelt (CRIE) in Fourneau Saint-Michel und der Division Natur und Forste organisiert.

Aussichtsflächen mit entsprechenden Informationstafeln wurden vor kurzem speziell für die Beobachtung der Landschaften und des Großwildes vorgesehen.

Bei der Wahl der Bejagungsverfahren wurde die Treibjagd aufgegeben und durch die Ansitz-Drückjagd (oder Drückjagd) ersetzt. Letzteres Verfahren wird als weniger störend für das Wild betrachtet. Ein Großteil des Abschussplanes wird übrigens durch dieses Jagdverfahren abgewickelt.

Schließlich sind die Jagdhilfskräfte, die Hirsche fotografieren oder deren Abwurfstangen sammeln, zwingenden Verpflichtungen mit Bezug auf ihren Aufenthalt im Wald unterworfen (sie haben eine Verpflichtungserklärung für ein Jahr zu unterschreiben).

 

-> Verwaltung des Lebensraumes

-> Äsungsflächen

-> Fütterung

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