Königliche Jagdreviere

   
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7. Der multifunktionale Wald : 7.2 Life-Projekte

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IFE-TOURBIERES-Projekte auf der Ebene von Saint-Hubert (Torfmoore) :

Das Programm LIFE-Torfmoore für die Sanierung von Torfbiotopen, das von der wallonischen Region und der Europäischen Kommission mitfinanziert wird), wurde im Jahre 2003 im Waldgebiet von Saint-Hubert eingeleitet. 2005 wurden wichtige Abholzungen von Nadelholzwaldabschnitten vorgenommen, die zu einer breiten Wiedereröffnung des Umfelds sorgten.

Die abgeholzten Flächen dürften sich nachhaltig auf die Aufnahmekapazitäten für das Hochwild auswirken. Bedeutende Äsungsflächen mit Gräsern und Sträuchern werden auf die Weise in breitem Maße auf dem Territorium der Königlichen Jagdreviere sowie auf mehreren anderen öffentlichen und privaten Jagdgebieten im Perimeter des Projektes der „Integrierten Verwaltung“ von Saint-Hubert (PGI-SH) verfügbar. Die neuen Flächen bieten nicht nur eine natürliche Futterquelle, sondern den Trumpf, dass die Rudel sich weit verteilen können, weil die LIFE-Gelände großräumig sind (25 Gelände insgesamt, verteilt auf 13 Jagdgebiete)

Über 530 Hektar sind letzten Endes vertraglich im Rahmen dieses LIFE-Programmes für die langfristige Aufrechterhaltung des natürlichen Umfeldes erfasst und abgedeckt.

Die Königlichen Jagdreviere allein nehmen bereits 288 Hektar LIFE-Sanierungsgelände in Beschlag. Auf die Gesamtfläche der Königlichen Jagdreviere übertragen, sind in diesen 288 Hektar Pilotgelände 7,1 % naturbelassene Zonen mit reicher biologischer Vielfalt und reichen und verschiedenen Gras- und Sträucherfutterquellen enthalten. Im gesamten Perimeter dieses PGI-SH ( 21.385 ha) verschaffen 530 LIFE-Hektar dem Wald fast 2,5 % potentielle natürliche Äsungsflächen für das Hochwild. Es handelt sich hierbei um die größten Bemühungen, die je gemacht wurden, um das natürliche Umfeld möglichst vielfältig zu gestalten. Weil das LIFE-Programm an und für sich im Herbst 2007 zu Ende geht, dürfte der innerhalb sehr kurzer Frist erzielte Masseneffekt einen erheblichen günstigen Einfluss auf das oft delikate Gleichgewicht zwischen dem Hochwild und seiner natürlichen Umgebung ausüben.

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Das Abstecken der zu sanierenden Zonen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der DNF, den privaten Eigentümern und den Vertretern der Wildbewirtschaftungseinheit des Waldgebietes von Saint-Hubert (UGC-SH). Die Kooperation machte es möglich, dass in ein Projekt zur Bewahrung des natürlichen Lebensraumes die der Wildbewirtschaftung eigenen Auflagen eingebettet wurden. Nadelholzwälder wurden bewahrt, um eine angemessene territoriale Verteilung der Einstände und dadurch auch die Ruhe für das Hochwild zu gewährleisten.

Überlegungen über die öffentliche Zugänglichkeit der wiederhergestellten Zonen werden auch im Rahmen des PGI-SH angestellt.

Bestimmte sanierte Zonen werden – sowohl in den Königlichen Jagdrevieren als auch in den benachbarten Jagdgebieten – zur Einrichtung von Beobachtungsflächen genutzt. Die Posten für die Tierbeobachtung sind Teil der Strategie, die in diesen Waldgebieten für eine optimale Betreuung der breiten Öffentlichkeit entwickelt wurde, sowie einer künftigen Zone mit u.a. Ruhegelände für das Hochwild. Die betreffenden Zonen bieten außerdem viele pädagogische und öffentliche Informationsmöglichkeiten. Diverse Themen wie das Verhältnis zwischen der Jagd und dem Naturschutz, die biologische Vielfalt, die Verwaltung natürlicher Umgebungen usw. können hier entfaltet und veranschaulicht werden.

 

Projekt LIFE-Natur 2006 „Wiederherstellung von Heiden und Torfmooren im Hohen Venn“:

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Dieses LIFE-Projekt, das im Januar 2007 anläuft und sich bis Dezember 2011 erstreckt, zielt auf die Wiederherstellung verschiedener mehr oder weniger feuchter Torfbiotope im Hohen Venn ab, die in der Anlage 1 der Lebensraumrichtlinie stehen. Die betreffenden Natura-2000-Lebensräume sind die hochaktiven und abgebauten Torfmoore, die Birkenhaine in Torfmooren, die Torfgruben in der Übergangsphase, die Pflanzenwelt auf nacktem Torf, die feuchten bis torfmoorartigen Heiden, die Sommereichenwälder mit Birken und Pfeifengras, die Wachholdergebüsche, die trockenen Heiden mit Heidekrautgewächsen. Das Projekt ermöglicht ebenfalls die Wiederherstellung von Lebensräumen, die als nicht von gemeinschaftlichen Interesse betrachtet werden, jedoch ein wichtiges wallonische Erbe sind, zum Beispiel die sauren Flachmoore und moorigen Erlenwäldchen mit Torfmoos. Das Projekt wird in einem potentiellen Arbeitsgelände von 9723 ha innerhalb der 6 Natura-2000-Flächen, die im Hohen Venn abgesteckt wurden, entfaltet. Es betrifft vor allem den ganzen staatlichen Naturpark sowie die Waldgebiete auf hydromorphischen bis torfartigen Böden an deren Saum.

Cliquer pour agrandir Der Sektor Hertogenwald, der von diesem Programm betroffen ist (ungefähr 400 ha, davon ein Teil des Bongards-Waldgebietes), ist also nur ein ganz kleiner Teil dieses weitläufigen Projektes zur Wiederherstellung von rund 1.400 ha Torfgebieten. Im Herstogenwald beziehen sich die Projektzielsetzungen im wesentlichen auf die Umwandlung der Fichtenbestände auf hydromorphischen bis torfartigen Böden in einheimischen Laubwald, der diesen Bodenbeschaffenheiten angepasst ist (Sommereichen und Birken auf Torfboden), sowie auf punktuelle Aktionen zur Wiederherstellung der Torfmoorheiden und Hochmoore in den Bereichen, die zur Zeit noch nicht bewaldet sind.

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