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Königliche Jagdreviere |
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9. Perspektiven
Die Königlichen Jagdreviere als Mustergebiete für die nachhaltige Jagd Eines der Hauptanliegen für die kommenden fünf Jahr wird sein, über die Königlichen Jagdreviere ein Exempel für eine nachhaltige weidmännische Verwaltung zu statuieren, und zwar durch die optimale Eingliederung weidmännischer Praxis in den ländlichen Raum. Weidmännische Tätigkeiten sind nur dann sinnvoll, wenn sie nachhaltig sind bzw. Bestand haben. Sie dürfen keine Bedrohung für andere ländliche Tätigkeiten darstellen, sondern sich günstig und förderlich auf die meisten ländlichen Tätigkeiten auswirken. Integrierte Verwaltung : Es wird sich zur Zeit um die Einführung einer integrierten Verwaltung auf der Ebene des Waldes von St Hubert weiterhin bemüht, wobei die Ausdehnung des Einflussbereichs auf die Agrarflächen am Rand dieses Waldgebietes versucht wird. Dieses Mittel integrierter Politik ist unabdingbar, damit für Transparenz und ständigen Dialog zwischen den Triebfedern des ländlichen Raumes und der Forste gebürgt werden kann. Nachhaltige Verwaltung des Ökosystems : Die Beachtung der Richtlinien (Anlage III), die von der Arbeitsgruppe „WISPER“ (Spin-Off der UICN) ausgearbeitet wurden, ist ein erster Schritt in diesem Prozess der Anpassung in den Königlichen Jagdrevieren. Dieser Ansatz erlaubt an erster Stelle die Erkennung der einzelnen Wechselwirkungen der Wildbewirtschaftung, so wie sie zur Zeit praktiziert wird, mit den übrigen Komponenten des Ökosystems. Von dieser Feststellung ausgehend müssen unter anderem die Praktiken der Landschaftsplanung und die der Wildbewirtschaftung mit den NATURA-2000-Beschlüssen in Einklang gebracht werden. Einer der Hauptanliegen ist vor allem die natürliche Regeneration der Buchenhaine mit Simsen und die Wasserpolitik auf den Hochebenen. Intelligente Entwicklung des Fremdenverkehrs : Neben den ökologischen Auswirkungen der Jagd hat nachhaltige weidmännische Verwaltung ebenfalls mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu tun. Mehrere Leitlinien harren noch einer weiteren Entwicklung, darunter der Fremdenverkehr. Die „Röhrkonzerte“ der Hirsche sowie die Beobachtung der Tierwelt werden besonders vom lokalen, regionalen und nicht zuletzt nationalen Publikum geschätzt. Das Risiko, das dabei besteht, ist mangelnde Ruhe für das grasfressende Hochwild. Die Folgen sind das stärkere Misstrauen der Tiere, eventuell mehr Schäden an Waldbeständen, ja sogar eine Entvölkerung und Verwüstung der Hochebene. Die Schaffung von Beobachtungsstationen muss gründlich überlegt werden und muss von einer Reihe flankierender Maßnahmen begleitet werden, zum Beispiel die Schaffung von ruhigen Zonen für das Wild oder die fachkundige Betreuung der Besucher. Abstimmung von ländlichem Raum und weidmännischer Verwaltung : Die Einbindung der Landwirte ist ein unerlässlicher Schritt. Im Rahmen einer nachhaltigen Bejagung eines Hirschbestands in freier Wildbahn muss der ländliche Raum ohne irgendeinen Unterschied zwischen Wald und Ebene verwaltet werden. Zum Zeitpunkt der GAP-Reform ist es nun an der Zeit, den Landwirten die Möglichkeit zur Diversifizierung zu geben. Die auf das Hochwild ausgerichteten agrarökologischen Maßnahmen könnten einen Teil der Antwort auf der Suche nach dieser Diversifizierung liefern, wobei die Verfügbarkeit der Ressourcen für das grasfressende Wild erheblich verbessert und der Druck auf den Wald vermindert werden dürfte. Dieser Ansatz wird von den Königlichen Jagdrevieren über die integrierte Verwaltung unterstützt bzw. in die Wege geleitet. Bewusstseinsbildung für die Jagd : Die Jagd muss von der breiten Öffentlichkeit noch besser akzeptiert werden. Dazu sind Bewusstseinsbildung und Kommunikation erforderlich, um den Nutzen einer guten Jagd sowie die Ethik und den Wert der Jagd in den Königlichen Jagdrevieren hervorzuheben. Auf einer anderen Ebene muss die gesamte wissenschaftliche Information, die in diesen Revieren gesammelt wurde, sowohl der breiten Öffentlichkeit als auch dem Jagdumfeld zur Verfügung stehen. All diese Maßnahmen liegen genau auf der Linie der Empfehlungen der Europäischen Kommission für die nachhaltige Jagd. Wenn sie ab sofort in die Tat umgesetzt werden, würde dies den Königlichen Jagdrevieren einen gewissen Vorsprung auf europäischer Ebene geben und ihren Pilotcharakter bestätigen. Die Partnerschaften, insbesondere mit dem Instituut voor Bosbouw en Wildbeheer (flämische Region), würden ebenfalls verstärkt. Die Converserie : Die Verhandlungen im Hinblick auf die Gewährleistung des Fortbestandes des historischen und legendären Gebäudes sowie zur Aufwertung des Ortes und der laufenden Initiativen sind im Gange. Ein Projekt zur Koordination der obenbeschriebenen Maßnahmen unter Beachtung der Reformen der Politik der Jagdräte sowie der Maßnahmen, die es im Natura-2000-Rahmen durchzuführen gilt, könnte im Entstehen sein.
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