Königliche Jagdreviere

   
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4. Wildbewirtschaftung : 4.1 Verwaltung der Wildbestände : BEJAGUNGSVERFAHREN

 

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Die bevorzugte Bejagungstechnik auf den Territorien der Jagdreviere des Königshauses, die auch in den königlichen Richtlinien gewünscht wird, ist die Pirsch- bzw. Ansitzjagd. Zum einen eignet sich die betreffende Jagdtechnik gut zur Unterweisung junger Jäger, die eine der wichtigen Ziele der Jagdreviere des Königshauses ist, zum anderen ermöglicht diese Jagdmethode eine bessere Wahl des Tieres, dessen Abschuss im Rahmen eines Abschussplanes zur Wahrung oder zur Wiederherstellung eines natürlichen Bestandsgleichgewichtes gewünscht wird. Sie schränkt auch die Verletzungsgefahren für das Wild ein, weil der Jäger auf ein stehendes Stück schiesst.

Diese Bejagungsmethode wurde bis 2003 praktisch als einzige im Hertogenwald praktiziert. Der Hertogenwald eignet sich dazu besonders gut in seinem Nadelwaldabschnitt mit vielen Brandschutzschneisen.

In Saint-Michel Freyr bestand die Pirsch- bzw. Ansitzjagd stets neben organisierten Treibjagden mit Hunden und Geschrei. Letztere dienten besonders zur wirkungsvollen Regulierung des besonders reichen Wildschweinbestandes.

Ab dem Jahre 1999 wurde mit einer neuen Jagdtechnik auf dem Territorium von Saint-Michel Freyer experimentiert: der Ansitz-Drückjagd. Sie wurde auf das Gebiet des Hertogenwaldes im Jahre 2005 ausgedehnt. Die Notwendigkeit höherer Abschusszahlen hat dazu geführt, dass die betreffende Bejagungstechnik, die bis dahin kaum in der wallonischen Region benutzt worden war, wegen ihrer Effizienz in anderen Ländern, zum Beispiel Deutschland, einen guten Stand hatte, ausprobiert wurde. Seit 2004 hat sie die traditionelle Treibjagd im Waldgebiet von Saint-Michel Freyr vollständig verdrängt.

Auf den beiden Waldterritorien wird das Nachsuchen eines verletztem Wild mit einem Schweisshund von einem örtlichen Vertreter der Abteilung für Natur und Forste, einem Fachmann auf diesem Gebiet, übernommen. Eingesetzt werden dazu Dackel im Hertogenwald und ein bayrischer Gebirgsschweisshund in Saint-Michel Freyr. 2005 wurden 66 Suchaktionen (inklusive der Aktionen zur Kontrolle bestimmter Abschüsse) in den beiden Gebieten durchgeführt.

Die Ansitz-Drückjagd :

Die Jäger positionieren sich auf erhöhten Ansitzeinrichtungen (+/- 2 m). Diese Ansitzeinrichtungen werden nicht in einer Abschusslinie wie bei der normalen Treibjagd angeordnet, sondern innerhalb des Geheges verteilt, und zwar in der Nähe der Stellen, wo die Tier am wahrscheinlichsten vorbeiziehen. Treiber durchlaufen in Gruppen von 5 oder 6 Personen das gesamte Gehege, und zwar durch das Gestrüpp. Sie gehen dabei möglichst lautlos vor. Wenn Hunde überhaupt eingesetzt werden, sind es kurzläufige Hunde. Das Wild soll aufgestöbert werden und soll dann auf seinen gewohnten Pfaden gehen und sich in aller Ruhe bei den Ansitzeinrichtungen aufhalten. Es kann dann möglichst gut und effizient geschossen werden. Im Grunde wird bei dieser Jagdtechnik versucht, die Vorteile der beiden traditionellen Bejagungsverfahren miteinander zu verbinden: sauberer Schuss auf ein gebührend identifiziertes Tier und effizientes Bejagen. Diese Technik erfordert die strikte Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, weil die Tiere ja im Gehege selbst erlegt werden.


-> Mehr erfahren über die Pirsch- bzw. Ansitzjagdsitzungen .

-> Mehr erfahren über die Ansitz-Drückjagd

Saint-Michel Freyr

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Cerf
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Chevreuil
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Sanglier

Hertogenwald

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Cerf
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Chevreuil
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Sanglier

 

Unterschrift : Relative Bedeutung der einzelnen Bejagungsverfahren auf Ebene der Jagdabschüsse auf beiden Territorien (Bezugsjahr: 2005)

 


-> Verwaltung der Wildbestände

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-> Jagdabschüsse

-> Analyse der Jagdtabelle

 

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