Königliche Jagdreviere

   
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7. Multifunktionaler Wald : 7.1 Integrierte Verwaltung

 

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Das Projekt „Integrierte Verwaltung“ des Waldes von Saint-Hubert (PGISH) ist ein Pilotprojekt mehrerer Gemeinden, das von der wallonischen Region finanziert wird und auf einem partizipativen und freiwilligen Ansatz beruht. Das Ziel ist die Schaffung von Forstverwaltungsbedingungen, die zugleich kohärent, allumfassend, multifunktional und konzertiert sind. Neben der Abteilung Natur und Forste – DNF – sind sämtliche Akteure dieses Waldgebietes, darunter die Verantwortlichen für das Territorium der Königlichen Jagdreviere von Saint-Michel Freyr, eingebunden. Das Projekt trägt zur Umsetzung einer Dynamik des Waldgebietes über die – vor allem kommunalen – Verwaltungsgrenzen hinaus. Das innovative Projekt ermöglicht es allen Betroffenen, sich zu Wort zu melden und auch die Meinung der anderen Beteiligten zu hören, um umfassende und für die Mehrheit der beteiligten Kräfte zufriedenstellende Lösungen zu finden.

Im allgemeinen steht bei der nachhaltigen, integrierten Verwaltung die Wahrung diverser wirtschaftlicher, umweltspezifischer und gesellschaftlicher Funktionen des Waldes auf dem Spiel.

Es handelt sich insbesondere und im einzelnen um folgende Ziele, die es zu gewährleisten oder wieder anzustreben gilt:

1. Der Fortbestand der Waldgebiete

  • Gewährleistung der Rentabilität unter allen Aspekten
  • Aufrechterhaltung des Produktionspotentials der diversen Stationsarten
  • Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustandes der Wildbestände
  • Suche nach dem Wald-Wild-Gleichgewicht.

2. Der globale biologische Wert des Waldes

    • Neuschaffung oder Wiederherstellung eines für die Entfaltung seltener und/oder bedrohter Arten (Tier- und Pflanzenwelt) förderlichen Umfeldes
    • im allgemeinen Suche und Schaffung der günstigen Entwicklungsbedingungen für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

3. Der soziale und kulturelle Wert des Waldes und sein Entspannungs- und Ruhepotential

    • Förderung des Umweltbewusstseins und des umweltverantwortlichen Verhaltens im Rahmen vertretbarer Fremdenverkehrsaktivitäten
    • Förderung des spezifischen gemeinsamen Erbes des Waldes
    • Erschließung von Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten für die Verwaltung bei den Waldbesitzern und Forstverwaltungsbeauftragten
Zur Erfüllung dieser Ziele werden eine Reihe Maßnahmen vorgeschlagen. Ein Aktionsprogramm verleiht diesem Maßnahmenkatalog konkrete Gestalt und verankert die Zielerfüllungsbedingungen. Die Aktionen werden mittel- und kurzfristig durchgeführt. Viele dieser Zielsetzungen können nicht ohne die Unterstützung der Jagdverwaltungen realisiert werden. Der Jagdrat der Königlichen Jagdreviere ist seit Anfang an Partner des Projektes und Mitunterzeichner des Aktionsprogrammes. Mehrere Aktionen im Rahmen der Wildbewirtschaftung werden übrigens ausgehend von Saint-Michel Freyr mit der Unterstützung des Laboratoire de la Faune Sauvage et de Cynégétique (CRNFB – LFSC) der wallonischen Region organisiert. Der Verwaltungsrat spielt diesbezüglich eine wichtige Rolle bei der Bewusstseinsbildung der Verantwortlichen der übrigen Gebiete der Wildbewirtschaftungseinheit von St-Hubert (’Unité de Gestion Cynégétique’ - ‚UGCSH’). Einige sind bereits an der Durchführung bestimmter Maßnahmen beteiligt.
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