Königliche Jagdreviere

   
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6. Erzieherische Funktion : 6.1 DER EIGENTLICHE SOZIOPÄDAGOGISCHE ABSCHNITT

 

Der Hertogenwald und Saint-Hubert-Freyer locken wegen seiner Nähe zum Naturpark des Hohen Venns bzw. der Nähe zur typischen Jagdstadt Saint-Hubert zunehmend Besucher an, die in diese fast mythischen Gebiete, die zudem noch die Aura des Titels „Kronjadgebiete“ ausstrahlen, eintauchen möchten.

Da es sich zugleich um die Wahrung der Ruhe für das Hochwild – ein vorrangiges Bedürfnis des Wildes – sowie um die Erfüllung der übrigen Funktionen des Forstes handelt, erscheinen Formeln notwendig, die diese Erwartungen erfüllen, von vornherein jedoch unvereinbar sind. Die Auflagen mögen dem Wanderer, der zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten alleine auf weiter Flur zu sein scheint, übertrieben erscheinen. Nichtsdestoweniger muss man sich klar vor Augen halten, dass die Waldbesuche der Öffentlichkeit zunehmen und zu bestimmten Situationen führen können, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können und schnell als „erworbenes Recht“ betrachtet werden.

 

ZUGANG DER ÖFFENTLICHKEIT:

Die Königlichen Jagdreviere haben sich vorsätzlich für eine konstruktives Konzept entschieden: eine pädagogische Betreuung mit Erklärung der wichtigsten Punkte der Verwaltung beider Territorien ist die Gegenleistung zu bestimmten Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs im Wald.

Es wurden sechs diesbezügliche Maßnahmen ergriffen:

- Markierung der zugelassenen Wege mit der IGN-Karte im Maßstab 1 zu 25.000 als Hilfe;

- Abgrenzungen von Ruhezonen für das Wild und verstärkte Aufsicht während der Brunft der Hirsche;

- Führungen für Schulklassen über das Centre régional d’Initiation à l’Environnement (CRIE), Fourneau Saint-Michel (Tel.: 084 345 972)

- keine Jagdhandlungen (weder vereinzelte noch in Gruppen) an den Wochenenden und Feiertagen;

- Betreuung der Besucher im Wald während der Zeit, in der man die Hirsche röhren hört;

- Erschließung von Flächen und Bau von Hochsitzen für die Beobachtung der Tiere im Wald.

 

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Röhrende Hirsche, Saint-Michel Freyr:

Weil der Besucherstrom während der Zeit des Röhrens der Hirsche gewaltig ist, wurde eine spezielle Betreuung für all diejenigen, die dies wünschen, vorgesehen. Diese Iniative wurde gemeinam mit dem Centre Régional d’Initiation à l’Environnement (CRIE), Fourneau Saint-Michel, der Wildbewirtschaftungseinheit des Waldgebietes von Saint-Hubert (UGC-SH), mit den lokalen Verkehrsvereinen und den Besitzern von Waldgrundstücken ergriffen.

Die Ausflüge in Begleitung ins Gelände erfolgen nach einem Vortrag über die Problematik der Forstverwaltung sowie über die Biologie und Ökologie des Hirsches.

Im Hertogenwald :

Der Touristenandrang hält das ganze Jahr über an. Selbst wenn der Hirsch sich im Hertogenwald weniger bemerkbar macht als in Saint-Michel - Freyr, werden die Auskünfte, die das Personal der Abteilung für Natur und Froste erteilt, immer gründlicher. Während den Wochenenden Ende September, Anfang Oktober ist ein Ausflug mit Begleitung ins Gelände möglich (anmelden unter der Nr.: 087 LBLBLB). Ein ausgeschilderter Wanderweg ist seit dem Jahre 2006 (Drossart) vorhanden, ein zweiter wird 2007 (Gileppe-Talsperre) angelegt. Noch fünf weitere sind bis zum Jahre 2009 im Programm.

Beobachtung des Wildes :

Beobachtungshochsitze, die speziell für die Waldbesucher an landschaftlich interessanten Stellen stehen, erlauben die Beobachtung der Hirsche und anderer Tiere im Wald unter guten Bedingungen in der Nähe der Ruhezonen.

Die beiden Beobachtungshochsitze dieser Art – „Bilaude“ und „Priesse“ – wurden in Saint-Michel – Freyr aufgestellt. Mehrere andere Projekte sind in der Entstehungsphase, sowohl im Perimeter der Königlichen Jagdreviere (1) als auch in den angrenzenden Gebieten Nassogne (1) und Saint-Hubert (1).

Im Hertogenwald wird ein solcher Hochsitz im Jahre 2007 in der verlängerten Achse des markierten Wanderwegs „Gileppe-Talsperre“ errichtet.

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